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Voxit: Abstimmung Nr. 109 vom 25.11.2012
Enquête post-votation standardisée
| Name | Country code |
|---|---|
| Schweiz | CH |
Voxit : Standardisierte Nach-Abstimmungs-Erhebungen
Die standardisierten Vox-Erhebungen sind vor allem aus einem Harmonisierungsprojekt für die Meinungsumfragen Vox entstanden, welche seit 1977 nach jeder eidgenössischen Abstimmung durchgeführt werden. Dieser Standardisierungsprozess der wichtigsten Variablen wurde seit Beginn der 90er Jahre unter der Leitung von Prof. Hanspeter Kriesi am Institut für Politikwissenschaften der Universität Genf durchgeführt. Diese Arbeit wurde später von Herrn Matthias Brunner, damaliger Assistent am Institut, weitergeführt, der eine eigens dafür erarbeitete Software-Applikation, genannt VoxIt, entwickelt hatte. VoxIt produziert die standardisierten Dateien und generiert eine v.a. aus Fragetexten bestehende Dokumentation. Ein Dispositiv der Applikation gestattet die Integration von neue Umfragen gemäss ihrer Verfügbarkeit.
Im Jahre 2000 wurde ein Abkommen zwischen SIDOS und den verschiedenen Vox-Partnern unterzeichnet, welches die Archivierung der Originaldaten und der standardisierten Daten beim SIDOS regelt. Die Vereinbarung sah vor, dass SIDOS die Aktualisierung der standardisierten Daten gewährleisten sollte, sobald Matthias Brunner die operationelle und aktualisierte Version der Applikation VoxIt, die sich damals noch in Entwicklung befand, SIDOS zur Verfügung stellen würde.
Die Übergabe der definitiven Version der Applikation fand schliesslich im Juni 2003 statt. Bei der Anwendung der Applikation stellte sich jedoch heraus, dass noch viel Arbeit in das Projekt investiert werden musste, bis dass das generierte Material den Veröffentlichungsnormen des SIDOS entsprach. François Lorétan, Mitarbeiter des SIDOS, hatte sich dieser Aufgabe angenommen, begleitet von Professor Kriesi und Matthias Brunner.
Im Dezember 2004 konnte zum ersten Mal eine Produktion realisiert werden, welche den Anforderungen genügt. Vorgesehen ist, dass die Daten einmal jährlich - im Dezember - durch die Integration der im laufenden Jahr hinzukommenden Umfragen (1 bis 4 Umfragen pro Jahr) aktualisiert werden.
Eine der Besonderheiten, die das demokratische System der Schweiz auszeichnen, sind die erweiterten Mitentscheidungsrechte, welche die Bürgerinnen und Bürger im politischen Bereich geniessen. Mit Hilfe der Instrumente der direkten Demokratie, dem Referendum und der Volksinitiative, verfügt das Volk über die Möglichkeit, direkt auf die politische Agenda Einfluss zu haben. In einem Rhythmus von zwei- bis viermal pro Jahr sind die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgefordert, an einer Abstimmung im Allgemeinen mit ein bis sechs Vorlagen (Referendum oder Initiative) teilzunehmen.
Seit 1977 wird zwei bis drei Wochen nach jeder eidgenössischen Abstimmung eine Meinungsumfrage namens VOX durchgeführt, basierend auf einer repräsentativen Stichprobe von ungefähr 1000 stimmberechtigten Personen (700 bis zum Jahre 1987). Im Zentrum dieser Umfrage stehen zusammengefasst das Interesse, die Motivation und die Kompetenzen der Bürgerinnen und Bürger hinsichtlich der Abstimmung und der Politik im Generellen. Die Hauptpunkte, die bei einem Standardinterview zur Sprache kommen, betreffen die Meinungen und das politische Verhalten im Allgemeinen sowie die politischen und assoziativen Affinitäten, den Kenntnisgrad der Vorlagen, die der Abstimmung zu Grunde liegen, die verschiedenen Aspekte, die den Abstimmungsentscheid für diese Vorlagen betreffen, die Informationsquellen, anhand derer sich die befragte Person eine Meinung bildet und schließlich die Beurteilung der Bedeutung des Themas jeder Vorlage.
Die standardisierten Nach-Abstimmungs-Erhebungen sind aus einem Harmonisierungsprojekt dieser VOX-Umfragen entstanden. In der Tat führt die lange Geschichte dieser Umfragen dazu, dass diese sich im Laufe der Zeit ziemlich verändert haben, so dass eine grosse Standardisierungsarbeit notwendig war, damit überhaupt ein Vergleich von zwei zeitlich sehr voneinander entfernten VOX-Umfragen möglich wurde.
Die Daten der 14 ersten Umfragen waren durch die aktuellen Software-Programme nicht mehr lesbar und so beginnen die standardisierten Erhebungen mit der Umfrage VOX Nr. 15, die sich auf die Abstimmung vom 14.06.1981 bezieht. Die Daten umfassen zwischen zwei und vier Erhebungen pro Jahr, je nach Anzahl stattgefundener Abstimmungen.
Die standardisierten Daten vereinigen in der gleichen Datei Informationen, die von mehreren Quellen stammen. Zunächst integrieren sie die wichtigsten Variablen der VOX-Umfragen, indem sie diese harmonisieren. Zu dieser ersten Art von Variablen werden gewisse Charakteristika der Abstimmungen und Vorlagen (d.h. Volksinitiativen und Referenden) hinzugefügt, die auf der offiziellen Website des Bundes erhoben wurden: Es handelt sich insbesondere um Angaben über das Abstimmungsdatum, die Abstimmungsresultate jeder Vorlage, die Stimmbeteiligung und die Stimmempfehlung des Bundesrates. Die Parolen der politischen Hauptparteien sind ebenfalls integriert - aufgrund von Informationen, die eine Datenbank des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Bern liefert. Schliesslich umfassen die standardisierten Erhebungsdateien einen letzten Typ Variablen. Dieser wurde spezifisch konstruiert mit dem Ziel, gewisse Daten zu synthetisieren und/oder um Vergleiche auf der ganzen Breite der verfügbaren Erhebungen zu ermöglichen.
Im Rahmen der standardisierten Erhebungen wird die Gesamtheit der Daten, die sich auf eine eidgenössische Abstimmung beziehen (d.h. auf ein Abstimmungswochenende), "scrutin" genannt. Der Term "projet" bezeichnet eine Untermenge dieser Daten, die sich auf eine spezifische Vorlage (Initiative, Referendum, etc.) dieser Abstimmung bezieht. Konkret bieten also die standardisierten VOX-Erhebungen für jede Abstimmung die Daten in zwei Formen an: Zum einen als Abstimmungsdatei (scrutin), die sich der ganzen Abstimmung widmet, zum anderen als Datei, welche die Vorlagen jeder Abstimmung getrennt betrachtet (projet). Die Wahl der einen oder anderen Form der Dateien hängt selbstverständlich von der Art der Analysen ab, die man zu machen wünscht. Es existiert auch eine Datei, in welcher alle Abstimmungen kumuliert sind und eine zweite, in welcher alle Vorlagen zusammengefasst sind. Diese zwei Dateien sind aber nicht auf Nesstar publiziert.
Eine ganze Reihe von zusätzlichen Informationen über das Projekt voxIt und die standardisierten Daten gibt es auf der Website http://forscenter.ch/de/daris-daten-und-forschungsinformationsservice/datenservice/datenzugang/spezialprojekte/vox-voxit/, wo man auch die Angaben betreffend dem Zugang zu den kumulierten Dateien erhält.
Individuum
Vorlage, die der Abstimmung zugrunde liegt
8.0 (Abstimmungen 1981-2014 - Januar 2016)
| Topic | Vocabulary |
|---|---|
| Politik, Wahlen, Macht | SIDOStopic |
| Werte, Religion | SIDOStopic |
Schweiz
Verfügbare Variablen geographischer Art
agglomer (Siedlungsort): 1 Kategorie "Landgemeine" und 1 Kategorie pro wichtige Agglomeration; nur ab Umfrage 34.
canton (Kantone): im Prinzip, 26. Für die Umfragen 15-28 nur 8 Kantone.
regeco (Wirtschaftsregionen): 5 Regionen; nur für die Umfragen 15 bis 57 (fehlt in den Umfragen 29, 30, 36-38).
regiling (Sprachregionen): Deutschschweiz und Romandie für die Umfragen 15-29; Deutschschweiz, Romandie und Italienische Schweiz ab Umfrage 30
vilcamp (Stadt/Land): 2 Kategorien (fehlt in den Umfragen 29, 30, 35-38)
Schweizer BürgerInnen, die in der Schweiz wohnen und im Stimmrechtsalter sind, d.h. im Minimum 20 Jahre vollendet haben für die Umfragen 15-41, und mindestens 18 Jahre vollendet haben ab Umfrage 42.
| Name | Affiliation |
|---|---|
| Vox-Daten: Longchamp, Claude | GFS.Bern - Forschung für Politik, Kommunikation und Gesellschaft |
| Vox-Daten: Klöti, Ulrich | Universität Zürich, Institut für Politikwissenschaft - IPZ |
| Vox-Daten: Hardmeier, Sibylle | Universität Zürich, Institut für Politikwissenschaft - IPZ |
| Vox-Daten: Linder, Wolf | Universität Bern, Institut für Politikwissenschaft - IPW |
| Vox-Daten: Kriesi, Hanspeter | Université Genève, Département de science politique |
| Vox-Daten: Wisler, Dominique | Université Genève, Département de science politique |
| Vox-Daten: Hirter, Hans | Universität Bern, Institut für Politikwissenschaft |
| Vox-Daten: Golder, Lukas | GFS.Bern - Forschung für Politik, Kommunikation und Gesellschaft |
| Vox-Daten: Delgrande, Marina | Universität Bern, Institut für Politikwissenschaft |
| Vox-Daten: Marquis, Lionel | Universität Genf, Institut für Politikwissenschaft |
| Vox-Daten: Bieri, Urs | GFS.Bern - Forschung für Politik, Kommunikation und Gesellschaft |
| Standardisierung: Kriesi, Hanspeter | Universität Zürich, Institut für Politikwissenschaft |
| Standardisierung: Brunner, Matthias | Université Genève, Département de science politique |
| Standardisierung: Lorétan, François | FORS, Schweizer Kompetenzzentrum Sozialwissenschaften, Lausanne |
| Name | Role |
|---|---|
| GFS.Bern - Forschung für Politik, Kommunikation und Gesellschaft | Vox-Daten |
| Universität Bern, Institut für Politikwissenschaft - IPW | Vox-Daten |
| Université de Genève, Département de science politique | Vox-Daten und Standardisierung |
| Universität Zürich, Institut für Politikwissenschaft - IPZ | Vox-Daten und Standardisierung |
| Schweizerischer Informations- und Datenarchivdienst für die Sozialwissenschaften | Standardisierung |
| Name |
|---|
| Oben erwähnte Institutionen |
Größe der Stichprobe der Vox-Umfrage: 1517
"Aus der Grundgesamtheit aller Schweizer Haushalte mit Telefonanschluss wurde die Stichprobe gezogen gemäss eines mehrschichtigen Verfahrens, in welchem zum Teil zufällige Methode, zum Teil Quoten angewendet werden. Die Stichprobe wurde aus der Grundgesamtheit aller Schweizer Haushalte mit Telefonanschluss gemäss einem mehrschichtigen Verfahren gezogen, in welchem einerseits Elemente des Zufalls und andererseits fixe Quoten verwendet werden. Auf der ersten Ebene, welche sich aus den Sprachregionen zusammensetzt, wurde eine Quote bestimmt; auf der zweiten Ebene (Haushalte) wurde eine Zufallsauswahl basierend auf dem elektronischen Telefonbuch von Swisscom bestimmt; das ""Prinzip des Geburtsdatums"" hat schliesslich die Wahl der Person im Haushalt bestimmt (dritte Ebene)."
Keine Gewichtungsvariable. Man muss jedoch im Auge behalten, dass die Gesamtheit der Vox-Umfragen unter einer klassischen Verzerrung für diese Art von Erhebungen leidet. In der Tat ist der Anteil der Personen, die sagen, an der Abstimmung teilgenommen zu haben, in den Stichproben im Durchschnitt um 15% höher als die tatsächliche Beteiligung.
Die Daten, die auf die Vox-Umfragen zurückzuführen sind, stammen aus der realisierten Erhebung vom 26.11.2012 bis zum 10.12.2012
| Name |
|---|
| GFS.Bern - Forschung für Politik, Kommunikation und Gesellschaft |
Die Daten der standardisierten Vox-Erhebungen existieren in 4 Konfigurationen, das heisst in der Form von:
Nur die separaten Dateien pro Abstimmung oder Vorlage sind via Nesstar zugänglich. Für den Zugang zu den kumulierten Dateien konsultieren Sie bitte die Seite http://voxit.sidos.ch/voxit_pages/acces.asp
| Organization name | URL |
|---|---|
| Schweizer Kompetenzzentrum Sozialwissenschaften | http://www.unil.ch/fors |
ch.sidos.ddi.437.8163.109_de
| Name | Affiliation | Role |
|---|---|---|
| François Lorétan | FORS | Editor |
2016-01-26